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Authentisch am Arbeitsplatz - Geht das immer?

Nicht jeden Tag steigen wir pfeifend und freudestrahlend aus dem Bett. Doch was tun, wenn Stimmung und Kleidungswahl nicht an den Arbeitsplatz zu passen scheinen?

Liebe MIVO-Leserinnen und Leser,
schön, dass Sie heute reinschauen. Ich selbst bin allerdings eher so naja gelaunt, habe schlecht geschlafen und der Hemdkragen zwickt.

Heute früh stand ich vor dem Kleiderschrank und damit vor einem altbekannten, leider nie aus der Mode kommenden Problem: WAS zum Geier ziehe ich im Büro an? Meine Stimmung schrieb nach Jogginghose, nach Kaputzenpullover, die Kälte des Frühherbstes draußen steuerte mit unter 10 Grad mit dazu bei. Ein Blick auf den Kalender aber zeigt: aha, ein Kundenbesuch um 11 Uhr. Tschüss Jogginghose, Hallo Anzug... obwohl nein, Hemd reicht. Einen Anzug ertrage ich heute nun wirklich nicht.

Jaja, First World Problems. Kennt man ja. Nur kommt es Ihnen nicht auch von Zeit zu Zeit vor, als liefe Ihre Stimmung der notwendigen Kleidung und dem Verhalten im Büro komplett gegen den Strich, als passe da gar nichts zusammen? Eben. Dabei ist es eine altbekannte Tatsache: je wohler wir uns fühlen, desto besser können wir arbeiten, desto offener auf Kollegen und Kunden wie Geschäftspartner zugehen. Wir müssen uns nicht verstellen, nicht "zusammenreißen", sondern inneres und äußeres passen zusammen.

Mein Kompromiss von heute scheint zu funktionieren: Hemd anstatt Anzug, dafür die guten Schuhe anstatt Sneaker, und vorzeigbar ist das dann allemal. So fühle ich mich trotz morgendlicher Zweifel so, als sei ich ich selbst, und darauf kommt es doch an. Schwierig wird es, wenn es nicht nur an der Kleidung hängt, sondern man dauerhaft das Gefühl hat, man könne am Arbeitsplatz nicht "man selbst sein". Da ist es nicht ganz so einfach, den Rock gegen eine Jeans oder das Jacket gegen ein Hemd zu tauschen. Da hilft nur: gute Stimmung kommt von innen. Wenn Sie Kleinigkeiten im Büro oder im Lager stören, sprechen Sie es an. Oftmals sind es Punkte, die Ihren Kollegen genauso auf den Magen schlagen, die sich aber niemand traut, anzusprechen. Oder sorgen Sie mit Abwechslung für bessere Laune, sei es durch überraschend mitgebrachte Kekse, einer neuen, für Schmunzeln sorgende Deko an der Wand, oder mit der alten Regel, dass Lächeln von Lächeln kommt. Ist das noch authentisch? Aber ja, denn wenn die Mundwinkel nach oben zeigen, merkt das Ihr Selbst auch... und denkt sich gleich: och, naja, eigentlich alles halb so schlimm.

In diesem Sinne: Haben Sie einen guten Start in den Herbst, bleiben Sie authentisch und denken Sie daran, dass manchmal auch das Hemd reicht.

Im Oktober lesen Sie wieder von mir.

Ihr Mini MIVO

 

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